Die Tabor-Gemeinde

Die Gemeindearbeit orientiert sich seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhundertes an folgenden Leitlinien:

- Vielfalt und Offenheit, Raum zum Ausprobieren, freiwillige verantwortliche Mitarbeit, Weg von einem fremdbestimmten Glauben
- Schöpfungsfreundlicher Umgang mit den Ressourcen, also z. B. mit den eigenen Gebäuden wie die Kita und die unter Denkmalschutz stehenden Kirche
- weg von der ausschließlichen Abhängigkeit von der Kirchensteuer
- Kritische Begleitung von Entwicklungen und Veränderungen im Stadtteil und der Gesellschaft

Das alles ist nur möglich aufgrund partnerschaftlichen Miteinanders von Haupt- und Ehrenamtlichen.

Die 1905 gegründete Taborgemeinde liegt in einem Altbauquartier in Berlin - Kreuzberg, das in den letzten 20-30 Jahren stark durch folgende Faktoren gekennzeichnet ist:

- Ballung sozialer Probleme: Überproportionale Arbeitslosigkeit (selbst gegenüber dem Kreuzberger Durchschnitt von 27%, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen), hoher Anteil von Sozialhilfeempfängern, Verwahrlosung, geringes Durchschnittseinkommen, schlechte Schulsituation
- Hohe Fluktuation, Wegzug der Mittelschicht (vor allem mit Kindern im schulpflichtigen Alter)
- Zunehmender Anteil von Leuten ausländischer, vor allem türkischer Herkunftssprache, z. Zt. 40%.
- friedliches Zusammenleben der Gruppen (Ausländer, Deutsche, alternative Szene, Alteingesessene usw.), oft jedoch ohne gegenseitige Kontakte durch das Bestehen unterschiedlicher Infrastrukturen.
- Zunehmende Attraktivität durch neues Gewerbe (z.B. Film- und Veranstaltungsmilieu), Szenelokale usw., vor allem beidseits der Schlesischen Straße

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